unlängst hat sich frau rhabarber hehres vorgenommen. und wieder einmal ein versprechen nicht gehalten. hier die ausrede:
frau rhabarber ist wieder einmal eine schreiberische ehre zugefallen. übermotiviert ist sie im zickzack durch die schweiz gepilgert und hat mehr und minder bekannte gebeten, ihr zu erzählen, was sie mit ihrem leben gemacht haben. neben geografischen verwirrungen, ein paar tropfen angstschweiss und dem immer wieder unangenehmen erlebnis, die eigene stimme zu hören, und sich zu hintersinnen ob der eigenen unüberlegtheit und banalität, gabs ganz viel freude. eine freude zu sehen und zu hören mit welcher freude die leute erzählten, formulierten, überdachten, wiederholten, ausholten, einholten. und die eigene freude, schlüsselaussagen zu finden, die im ersten durchgang ungehört blieben, an unerwarteten enden auf den roten faden zu stossen.
das alles auf etwas mehr als eine a4 seite zu destillieren ist – nun, es kann nicht schaden.
und was ist mit der freude, wenn der auftraggeber begeistert ist??
dann war das destillat wohl hochprozentig, und das freut noch viel mehr!